Schneeschuhwandern, die perfekte Winteraktivität für Genussmenschen

Mit weitem Blick auf umliegende Berge, frischer kristallklarer Alpenluft und den zauberhaft verschneiten Wäldern bietet das Schneeschuhwandern ein Naturerlebnis der ursprünglichsten Form. Je nach Wetter und etwas Glück verspürst auch du den Zauber als erster Schneeschuhwanderer eine Spur durch jungfräulichen Schnee ziehen zu dürfen. Du erlebst die Stille des Winters und tauchst ein in eine magische Winterwelt fernab von Pisten und Wegen.

 

Unsere aktuellen Angebote:

Schneeschuhwandern (4h) mit Fondue & Übernachtung

Schneeschuhwanderung mit Fondueplausch & Übernachtung Eine eindrucksvolle Panorama-Schneeschuhtour mit Fondueplausch in rustikalem Berghüttenambiente und anschliessender Nachtwanderung mit Übernachtung. Das Urnerland verfügt über wunderschöne Schneeschuhwege, die nur über kleine Seilbahnen zu erreichen sind. Auf dieser ganz besonderen Schneeschuhtour erlebst du die märchenhafte Winterlandschaft und das unvergessliche Bergpanorama bei Tages- und bei Mondlicht. Der erfahrene Tourenführer begleitet dich durch den verschneiten Winterwald und entführt dich in eine Welt aus Schnee und Eis. Auf halbem Weg befindet sich eine kleine Alphütte, in dessen Stube ein feines Käsefondue serviert wird. Sobald die Sonne untergegangen ist und die Sterne zum Vorschein kommen, werden die Schneeschuhe wieder angeschnallt, die Stirnlampen montiert und die letzten Meter bis zum Berggasthaus in Angriff genommen. 

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Tipps & Empfehlungen zu Schneeschuhwanderungen

Planung der Schneeschuhwanderung

Schneeschuhwander-Anfängern empfehlen wir unbedingt einen Einführungskurs für Schneeschuhtouren zu besuchen, um die Naturgefahren und die konditionellen Voraussetzungen und Fähigkeiten beim Schneeschuhlaufen besser einschätzen zu können. Schwierigkeit und Länge einer Tour soll unbedingt dem eigenen Leistungsvermögen und den Wetterbedingungen angepasst werden.

Risiko Management 

Risikomanagement auf Schneeschuhtouren

Ein Aufenthalt in den Bergen, insbesondre  das Schneeschuhwandern beinhalten immer gewisse Gefahren denen aber mit entsprechend guten Vorbereitungen entgegnet werden kann. Dabei soll durch ein gezieltes Risiko-Management die Gefahren auf ein geringes Restrisiko minimiert werden.

Das Management beinhaltet eine gute Vorbereitung der Schneeschuhtour, eine laufende Beurteilung der Situation vor Ort und das richtige Handeln im Notfall. Werden diese drei Punkte gewissenhaft vorbereitet und beachtet, steht einer sicheren Durchführung der tollen Winteraktivität nichts im Wege.

Eine Zusammenfassung und eine Checkliste findest du hier >>


Zeitberechnung beim Schneeschuhwandern

Marschzeitberechnung beim Schneeschuhwandern

 

Beim Schneeschuhlaufen ist die Zeitplanung stark von den Witterungsverhältnissen, den Neuschneemengen und dem Höhenprofil abhängig. Unter guten Bedingungen mit leicht vorgespurten Wegen, wie sie auf markierten Schneeschuhtrails anzutreffen sind, benötig ein Schneeschuhläufer für 3 km ca. eine Stunde Marschzeit, sowie eine Stunde für 300 Höhenmetern.

 

Bei mehr als 15 cm Neuschnee kann sich diese Zeit um die Hälfte verlängern oder gar verdoppelt werden. Darum ist es Wichtig bei der Planung die genauen Wetterbedingungen und Schneeverhältnisse vor Ort zu kennen, um eine vernünftige Tourenplanung machen zu können.  Zudem soll alle 50 Minuten Zeit für eine kurze Rast oder Trinkpause einberechnet werden. Auch Zeit für Unvorhergesehenes oder Alternativrouten müssen eingerechnet werden. Die Gruppe ist immer nur so schnell unterwegs wie der langsamste Schneeschuhwanderer.

Wichtig: Notiere dir unbedingt die Fahrzeiten der Luftseilbahnen oder öffentlichen Verkehrsmitteln und plane genügend Zeit ein, damit diese nicht verpasst werden.


Wetter, Wind und Temperaturen

Nebel auf Schneeschuhtrail

Vor allem Schneeschuh-Neulingen empfehlen wir sich nur auf markierten Schneeschuhtrails zu bewegen, da bei einem Wetterumschwung, aufkommendem Nebel oder starkem Schneefall im offenen Gelände ohne Markierung die Orientierung schnell verloren gehen kann.

Nur geübten Berggängern mit sicherem Umgang mit Karte, Kompass und GPS-Geräten, kann die Durchführung einer individuellen Tour zugetraut werden. 

Ohne richtige Ausrüstung, Handschuhe, Kappe, Funktionswäsche, sowie wind- und wetterfeste Kleidung, die auch bei tiefen Temperaturen gegen Kälte schützen, kann bereits eine kurze Schneeschuhtour bei mässigem Wind gefährlich werden. Durch den Windchill-Effekt kühlt einen Körper auf ein Mehrfaches schneller aus als bei Windstille.  Daher sind die vorgängigen Abklärungen über Wind, Wetter und Temperaturen sehr wichtig.

Erkundige dich bei der Meteo Centrale Schweiz oder Meteoblue über das Wetter beim SLV über die Neuschneemengen und Schneeverhältnisse und studiere das aktuelle Lawinenbulletin.


Routenwahl

Tourenplanung beim SchneeschuhwandernWerden nicht markierte Schneeschuhwege genutzt, ist die Wahl der Wanderroute stark von den Witterungsbedingungen abhängig. So müssen bei entsprechender Lawinengefahr Steilhänge über 30 Grad, Couloirs oder  Querungen gemieden werden. Auch im Wald ist man entgegen weit verbreiteter Meinung nicht unbedingt sicher vor Lawinen, sollten diese oberhalb des Waldes in Steilhängen ausgelöst werden.

Für eine zuverlässige Beurteilung der Lawinengefahr wird viel Erfahrung und umfassende Kenntnisse vorausgesetzt. Deshalb ist der Besuch eines Grundkurses für alpine Schneeschuhtouren oder ein Lawinenkurse des SAC (Schweizer Alpen Club) für Schneeschuhwanderungen abseits markierter Wegen unerlässlich.

Wer über keine entsprechendes Fachwissen verfügt, sollte nur markierte und signalisierte Schneeschuhrouten begehen, die vor Lawinen gesichert sind oder sich einer geführten Tour mit Bergführer oder Schneeschuhleiter anschliessen.

Bei Schneefall oder Nebel bewegt man sich etwas besser im Wald, anstatt im offenen Gelände, wo Orientierungslosigkeit drohen kann.  Plane Umkehrmöglichkeiten, alternative Routen oder Abkürzungen ein, sollte jemand in der Gruppe den Anforderungen nicht genügen oder Zeiten nicht eingehalten werden können.


Naturbewusstes  SchneeschuhwandernWildruhezonen

Schneeschuhwanderer suchen oft abseits von Pisten und Zivilisation die Ruhe und Einsamkeit und können dadurch in Rückzugsgebiet von Wildtieren vordringen. Was für den Schneeschuhläufer ein Abenteuer ist, kann für Tiere zum Überlebenskampf werden, wenn bei schreckhafter Flucht die letzten Nahrungsreserven aufgebraucht werden. Darum ist besonders beim Wandern mit Schneeschuhen wichtige Grundregeln zu beachten

  • Tafeln, Hinweisen, sowie Kennzeichnungen der Tourismus Regionen und des BAFU (Bundesamtes für Umwelt) befolgen
  • Keine Wildschutzgebiete oder Wildruhezonen begehen. Als Onlinekarte hier abrufbar.
  • Besonders im Wald nur auf gekennzeichneten Schneeschuhtrails bewegen. So können sich Tiere an die Schneeschuhwanderer gewöhnen. Im Notfall bestehende Wanderwege oder Strassen nutzen.
  • Waldgrenzen und schneebefreite Flächen meiden, da diese von den Tieren oft aufgesucht werden
  • Hunde im Wald zwingend an der Leine führen, da Hunde von Wildtieren als Bedrohung wahrgenommen werden und zu Fluchtverhalten führen.


Weitere Informationen zum Schneeschuhwandern 

 

Autor: Stefan Birri